Mittwoch, 19. Januar 2011

crossing a bordertime

supernova

scratched reality

firedance

ghosts




snowballs

geisterkind

im dazwischen

man sieht das feuer....

.....aber nicht die lichträger

Freitag, 7. Januar 2011

what happend to our dreams

der legende nach
ein zeitzeuge
auf den schoß meiner mutter
als neil amstrong
den kleinen schritt setzte und den
großen satz sprach

sommerferien am land
und am sendeplatz von "kasperl" plötzlich
"raumschiff enterprise"
stillgehalten und nix gesagt
richtig warm damit nie geworden
aber es waren fremde welten




mondbasis alpha eins und ralph könig
ein junger held und einer von den guten
im schwarzweisen weltall
unter der polaroidsonne

medora, planet der frauen
und in der korona der gutaussehenden
frauen die mich jetzt umsorgen
mir das blut abgewaschen
die implantate gesetzt
und meine vitalparameter checken
fast gar keine mann




starbuck, der alte haudegen
ist jetzt eine kaffekette
aber es ist wenigsten noch immer die alte
space-cantina
der kakao dick wie das dreckige öl
unserer abgeschrammten jäger mit denen wir
das böse hier vertreiben
(oder wenigstens eine zeitlang aufhalten).

hinter dem pappbecher sind alle gleich
sein weißkittel hat hier ebenso
keine hierarchische bedeutung
ebensowenig wie mein trainingsanzug
(nur die rookies sind hier nicht ganz locker)

und es ist unsere schlacht
die weißkittel sagen uns wo's lang geht
und wir fragen nur "wohin?"
aber nicht "wie weit?"
wir sind die die fallen
und sie müssen zusehen
aber es ist unsere schlacht.







major tom in tausend variationen und
immer wieder die sehnsucht
nach der große weiten leere da draußen
dem unbekannten
völlig losgelöst
dem licht folgend
aber auch die einsamen helden werden irgendwann erwachsen
kommen heim
"mars ain't the time an place to raise your kids,
in fact i'ts cold as hell,
and there's no one there to raise them
if you did"
abklatsch ihrer selbst
"ashes to ashes we all know major tom is a junky"
daheim, am boden
aber immer noch am schlauch

aber noch immer ist mit ihnen nicht zu spaßen
("u better not mess with major tom")

william gibson darf alien 2
nicht schreiben
aber er hat uns den cyberspace gebracht
und gezeigt wo die wesentlichen siege
wirklich errungen werden müssen
in unserem kopf
und dass wir ohne den starken frauen
"die unmittelbar hinter uns
durchs schwarze eis brechen"
ziemlich verloren wären


und dann die zeit der ernüchterung
die träume kleiner
das weltall schmutziger
der mensch nicht die krone seiner schöpfung
sondern eine unvermeidliche krankheit
und damit das auftreten der glatzköpfe
erst die bösen
und dann die gut gewordenen bösen
aber niemals die von haus aus die guten
männer eben

alien 3
keine hoffnung für ripley
 
aber weitermachen was geht
und zuletzt der glaube dass im sich fallen lassen
die lösung für alles liegen könnte




"700 Grad... Scheisse. Was für ein Sonnenaufgang."

riddick

             chroniken eines kriegers

Donnerstag, 6. Januar 2011

der duft nach schokolade (echtzeit)

(echtzeit:6.1.2011)

bleischweres erwachen
nach tiefen etappenschläfen in der letzten nacht
mein geist ist da
aber die augen noch zu

"guten morgen die herren, kaffe? tee?"
ich sag dreimal kaffe,
weil ich erst beim dritten mal dran bin
und die lieder noch immer
nicht hoch bring

krankenhauskaffe
aber kaffe
der gierige biss in eine buttersemmel
wie damals vor tausenden tagen
als es die semmeln bei uns zu haus selten gab
und die gier nach dem frischen gebäck
nicht mehr zugelassen hat
um marmelade draufzuschmieren

aus dem fenster stieren
(auch wenn wir jetzt mit Stieren nichts gemeinsam haben)
gegenüber der andere turm
heute richtet mich die symetrie auf
die geraden linien ziehen nach oben
und ich wünschte das er bis in den himmel reicht
seine linienen sich in einen punkt über uns vereinen
aber heute iste er nur der CUBE
und wir haben den ausgang
aber raus können wir noch nicht

hochblicken zum meinem drei-liter-mischbeutel
der seit stunden in mich hineinrinnt
der zweite? der dritte? von wievielen?
man vergisst das zählen hier drin schnell
weil es immer nur der nächste zyklus,
die nächste nacht,
die nächste dosis,....

ich verfolge die tropfen
die sissifoshaft die menge über ihnen abbauen
tropfen die - einer chinesischen wasserfolter gleich
die zeit unerträglich machen.
ob man mit trockenem Mund ertrinken kann?

erst das geschwätz meines neuen zimmernachbarn
reist mich aus dem ereignislosen alptraum
(wie nahe die depression doch lauert)
und wir lassen das tagwerk beginnen

ein buch fertig lesen
(der duft nach schokolade)
wieder mal etwas
das - wie eine schwadron husaren im sturmangriff
das gras aufwirbelt das über alte geschichten
und erinnerungen schon gewachsen ist
(aber vieles hat derzeit diese wirkung)

starbuck ist 13 stockwerke unter mir
deshalb sich einen kaffe aus dem lokalen automaten ziehen
und auch hier wieder die gier
den ersten schluck gleich halb gebeugt noch
vor dem ausgabefach trinken...

....und der kaffe schmeckt nach campingplatz
und instantmilch
das geräusch das der zucker in den plastikhäferln machte wenn wir ihn mit dem kaffe zerrührten, während wir auf das heißwerden des wassers warteten
mein vater vor dem spirituskocher sitzend und die flamme beobachtend
gerade so als ob sie - wie eine erblühte frau - bei nichtbeachtung ausgehen würden
der dampfende geruch beim aufgießen
und dann - schon viel leichter aber auch viel viel weiter weg
der geruch des kärntner sees, die wellen die an den kiesstrand klatschen, der geruch nach sonnenöl und für einen kurzen augenblick
das kribbeln des sandes unter den fingerspitzen....

...runterschlucken
weitermachen...
..endlich wach

(Nachtrag: 2 Stunden später - ich ziehe meine runden am gang
Kurzdialog zwischen einem Arzt und mir
A: "Sie sehen gerade so aus, als könnte man kann sich an alles gewöhnen."
I: "5. Zyklus - da bekommt man eine gewisse Routine"
A: "Genau diesen Eindruck strahlen sie aus")

Mittwoch, 5. Januar 2011

rästellösung

alleinheit

alleinHEIT

ALLeinheit

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Freitag, 10. Dezember 2010

der einsiedler


















seine hütte ist am ende des weges, am ende der forststrasse, wo man mit dem wagen auch nur hinkommt, wenn man den gutgehüteten schrankenschlüssel der bundesforste bekommt. danach ist nur mehr ein gipfel, den - wegen der optisch unklaren topographie - gleich drei gipfelkreuze zieren. und unter ebendiesen gipfel stapfen wir herum, mit unseren nagelneuen schneeschuhen, gemütlich - und erfreuen uns am schönen wetter. danach kehren wir in seiner hütte ein, die tür ist offen und auch sein wachhund, der uns die ganze letzten stunde nachgebellt hat, gerade so als ob wir eindringlinge in seinem revier wären, zeigt uns das wir willkommen sind.









innen dann eine alte hütte, ein alter tisch, namensgekerbte platte und geölt durch das fett verschwitzter hände, die einstmals die axt geschwungen haben mögen und jetzt die superleichten ausziehbaren skistöcke mit den ergonomischen griffen gewohnt sind. im eck ein alter herd und ein käsekessel, holzbefeuert, die hochtechnologie in form einer alten mikrowelle ist - wie ein verbotenes glücksspiel - in ein hinterzimmer verbannt.

und er, der sogenannte hüttenwirt ein hiesiger offensichtlich, aber nicht wie man sich einen solchen - auch bei umfangreicher hüttenwirte-menschenkenntnis - vorstellen würde. viel zu weltlich für diese abgeschiedenheit, das gewand zu stylisch, der bart zu modisch und präzise geschnitten, die sprache - in der er uns unsere bestellungen entgegennimmt und uns die örtliche speisekarte übersetzt, zu ruhig, zu zurückhaltend als wir es von den geselligkeitsüberschäumenden urigen bergfexen - auch zur genüge - gewohnt sind.











wir trinken unser bier und unseren sporer-punsch, essen unsere kasspressknödel- und würstelsuppen, erklären der belgierin (nachdem sie es am eigen leib unbeabsichtigt ausprobiert hat) was krenn ist...und die ganze zeit frage ich mich was sein geheimnis ist, was ihn hier her treibt....ob es etwas gibt was ihn davon treibt, hier herauf in die doch-nicht-ganz einsamkeit. ich lasse meinen fotoapparat durch den raum gleiten, bestrebt die atmosphäre einzufangen. aber außer dem ofen, der tischplatte und einem häferl, wie es meine großmutter hatte (neu aufgelegt) wird es nichts auf den speicherchip der nikon schaffen. also drifte ich dem hund hinterher - streichle ihn wenn er näher kommt und rede mit ihm (auch dass eine neue angewohnheit..genauso wie am tage davor das zugpferd am weidezaun)

...irgendetwas hemmt mich hier so einfach drauf los zu fotografieren, loszuschießen, die motive vor meine linse zu zerren wie den delinquenten vor das exekutionskommando. auf dem tellerboard (das hier sicher anders genannt wird) und in dem sich vier echt antik anmutende große blaukeramik-teller (was sonst) präsentieren liegt obenauf ein Colt, der für ein Spielzeug etwas zu groß und in der form etwas zu ausgefallen wirkt aber für eine echte Waffe zu sehr nach plastiksilber glänzt. alleine der colt wäre ein super-motiv, und in seiner spielzeughaftigkeit ganz unverfänglich, aber meine suspekte neugierde dadurch nur noch mehr angestachelt.

WAS IST SEIN GEHEIMNIS? und ich komme von dieser Frage nicht los (auch weil du Detektivgeschichten gerade liest) während am Tisch die schulfreien Tage und die neuen Schneeschuhe erörtert werden.

Und dann hab ich es gefunden - ober besser gesagt - sie gefunden.
(Weil hinter vielen Geheimnissen eine Frau steckt und jede Frau ein Geheimnis bleibt)
Sie hängt in Form einer Fotocollage im rechten Eck, im halbschatten. Es sind wenigsten 12 Fotos, unterschiedliche Menschen in unterschieldichen Gruppierungen, auf den Hintergrund habe ich nicht geachtet und auf wenigstens vier bildern ist SIE drauf, die farbe oder art des dirndls das sie trägt hab ich vergessen falls ich es jemals wahrgenommen hab.

der burner aber (der hammer, wenn nicht DAS geheimniss so doch EIN geheimniss das jede andere frage in den schatten stellt) ist das bild oben in der mitte. Rein objektiv ist es ein portrait und sie lächelt in die kammera......in wahrheit:

Eingeborene stämme fürchten das fotografiert werden (vor allem fotos des gesichtes, denn die augen sind der weg zur seele) weil sie annehmen, das ein teil ihrer seele gefangen wird.......und fotos (wie dieses) tun genau das!

sie zwacken dir zwar nicht einen teil der seele ab um sie immerfort in ihren kleinen schwarzen kasten zu sperren, aber sie fangen die seele eines menschen, die seele eines gefühles, die seele eines momentes ein, konservieren sie und machen sie anderen zugänglich.....und ich hab genug fotos gemacht (und gesehen) um zu wissen das dieses foto - dieser blick - nicht für unsere augen bestimmt ist, weil man solche fotos nur hinbekommt wenn zwischen fotografierten und fotografierer eine beziehung besteht, die an sich nicht zum öffentlichen darstellen geneigt ist...oder wenn man sich als aussenstehender, by-stander, collateral photographer in die blickachse eines verliebeten paares geschummelt hat, oder wenn man im nachhinein - als im moment des abdrückens wahrgenommerner fotograph - etwas auf den bildern entdeckt, das man nicht erwartet hat......

.....gezwungen den innigen blick einer verliebten frau zu ertragen die man nicht einmal kennt...es sind schon teufelszeug diese schwarzen fotokästen

wir brechen auf, und ich kämpfe mit mir ihn zu fragen "wer sie ist", aber da ich - blühende eingebung, dramatische fantasie - mit sicherheit erwarte zu erfahren "wer sie war", lasse ich es bleiben - außerdem ist mein rätsellösungsbedürfniss mehr als ersatzbefriedigt durch diesen blick in ihren augen....





der hund blickt uns nach, hat das bellen ja schon aufgegeben nachdem wir eingekehrt sind, ist die ganze zeit um uns leise herungewedelt - sanft und treuherzig - und unendlich flink als die belgierin in ihrem krenn-schock einen teil ihres würschtels zu boden fallen lässt

er zwinkert in die sonne
und wir machen uns davon




und am ende wieder mal nur spuren im schnee die nächstes frühjahr weggetaut sein werden und übrig bleibt nur eine erinnerung die in andere trägermaterialien eingekerbt ist

timeout in großarl (2010)

advent


und der schnee brannte


traces of a forgotten border

weihnachten ist überall

jedem sein kreuz

zufall

lost

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angels dark and light




Sonntag, 28. November 2010

die schwarze flocke

(heute)
wir treffen uns auf den stiegen
wechseln nur kurze worte wie fremde
als ob nichts gewesen wäre
was ja im prinzip auch stimmt

(flashback)
2005 auf einer skihütte
anfangs war es unbehagen das von einem moment auf den anderen -
- wie ein bogen dessen sehne reisst -
in ein vertrauen kippt das ebenso unerklärlich bleiben wird

die sonne scheint
und eiskristalle tanzen in der luft
als wir klammheimlich durchs eis brechen,
zwei seelen, als ob sie sich aus frühren leben
aneinander gewöhnt hätten
und in diesem nichts mehr erreichen brauchen

tagsüber
auf der piste,
ich mache geleitschutz und botengänge
und da ich weder ihre spur noch ihre geschwindigkeit halten kann
zumeist hinter ihr
wie der trabant eines kometen
im schneekegel den die stahlkanten ihres boards
donnernd aus den eis wirbeln
und ergötze mich an den sanften schwüngen

spätnachmittags
auf der hütte, das mitbringen des kaffees
- wir wissen beide wie wir ihn wollen -
- und wann wir ihn wollen -
in einer seltsamen unausgesprochenen übereinkunft
die kein bitte und kein danke benötigt

morgengrauen
talfahrt um die semmeln zu holen,
wir sind die ersten auf den piste
seit die raupen sie letzte nacht präpariert haben
und unter unseren brettern jede menge neuschnee

im bulk, im rudel
donnern wir zu tal
lautlos, wortlos, atemlos
als ob die morgendliche stille heilig wäre
(und die versuche es den anderen - auch nur annähernd - zu beschreiben
scheitern kläglich - so wie der hier)

am ende gehen wir gemeinsam über die schanze
und wir wissen, dass wir es alleine
nicht getan hätten

(zurück in der gegenwart)
wenn du dich - auch nur für einen kurzen augenblick -
im absoluten einklang mit dem universum befindest,
ist alles was dir danach passiert
kein Schicksal
sondern bestenfalls eine irritation

heimaturlaub

vor 15 wochen - meine schwiegermutter:
"und wann rückst du wieder ein?"


"einrücken", das trifft die sache besonders gut,
denn dass dies - mein krieg - mehr als ein kleines scharmützel werden wird
darauf haben mich die weißkittel
schon eingeschworen
und "einrücken" trifft die sache besonders gut
- denn, sich wir uns ehrlich:
nach deinem ersten "einrücken" -
die schreierei hat dich schockiert,
die nächte im wald haben dir die naive unschuld brutal aus der seele gerissen
aber WIRKLICH FERTIG gemacht (und beinahe gekriegt)
hat dich die kasernenluft
und trostlosigkeit der speisesaalfliesen

vorletzte nacht
unterwegs mit der goldenen prinzessin
wir sitzen in der schicken bar am ufer
gegenüber die lichtspiele am versicherungsturm
lichtstreifen die gegen himmel ziehen
"it's still fun, but it ain't the old firework"
gespräche wie vor tausend jahre
es sind die zeitlosen themen die niemals langweilig werden
und beim studieren einer seele,
die nicht die deine ist
reicht ein leben nicht aus um fertig zu werden
selbst wenn es eine verwandte ist

und mein krieg?
soweit weg - wie ein krieg in einem land von dem du noch nie gehört hast
wir erwähnen ihn kurz, weil er ja in den nachrichten war,
aber jetzt ist er so unbedeutend für uns
wie ein rotweinfleck auf einem
papieruntersetzer

am heimweg
nachvollziehen dessen was gesagt worden ist
und ob nichts falsches dabei war,
denn auch die eloquenz meiner worte
ist angeschlagen,
verkümmert unter dem kalten fieber der untätigkeit
nachdem dich die mittel runtergebremst haben

großformatige landschaftsfotos
vor der französischen schule
und vor dem bild einer übermächtigen wolkenfront bleibe ich stehen
weil ich etwas gesehen hab

am unteren rand des bildes
zusammengeschoben und von der weite des himmel erdrückt
die silhouette von mont saint michelle

als ich selber dort war
war ich atemlos von der größe dieses berg, dieser stadt
und überwältigt welchen großen teil des himmels
sie ausfüllt

im kalten wind der nacht
halten meine permanent tränenden augen
- auch ein nebeneffekt der mittel -
äußerts halbherzig einen limes
gegen die heranstürmenden horden der tränen
und verbrüdern sich beim ersten aufeinandertreffen

das was du hast
ist immer nur ein bruchteil dessen
was dir noch offen steht





Montag, 15. November 2010

after the harvest (der garten meiner schwiegermutter)


sole survivor (und wer diesen herbst alleine ist, wird es lange sein)

brethren



 wounded

 the vulcano

 something in the neigborhoud

sitting on a swing, unfolding bits of string



kinderpaläste



united we fall (späte rache)