die Limitation der Sprache
äußert sich unter anderem darin,
dass es der realen Phänomene mehr gibt
als es gedankliche Konzepte und damit Worte dafür gibt
und dass das aller häufigsten Gefühle alleine
mehr Bandbreiten und Nuancen enthält als wir mit
unseren Worten zu klassifizieren vermögen
und da der tatsächlichen Gegebenheiten schon so viele
wie viel mehr der Möglichkeiten
damit umzugehen
zugegeben,
lässt sich das zwar alles doch irgendwann irgendwie
auch richtig beim Namen nennen,
doch selbst wenn du die Worte reichlich hast,
hast du nicht die Zeit dafür,
und die Magie bleibt sowieso auf der Strecke.
und immer wieder unser Bedürfnis
das was wir tun und empfinden
auszudrücken
zu beschreiben
die Vielfallt des Lebens in enge
schlecht beschriftete Kisten zu pressen
weil wir glauben, dass es gesagt werden muss
wo wir stehen
was es ist
was es wiegt
was es uns ist
wie es uns geht
und weil wir immer wieder auch glauben
die abgedroschenen magischen Worte
hören zu müssen.
und mit der Sprache ist es
wie mit schweren Medikamenten,
selbst in guten Willen
inadäquat eingesetzt
machen sie alles
kaputt.
Sonntag, 5. Oktober 2014
Montag, 22. September 2014
war.stories
..und während sich die anderen
der standardisierten lauten Fröhlichkeit
hingeben,
sitzen wir beide im eck,
trinken mehr als wir sollten,
reden lauter aus wir wollen
lachen mehr als uns gut tut.
erzählen uns alte Geschichten
die wir beide schon kennen,
die worten oft die selben,
nicht weil wir einander kopieren,
sondern weil die selbe Evolution
der überlebenden
die Sätze hervorgebracht hat,
alte Geschichten
die durchaus wiederkommen könnten,
zwei verbrauchte Haudegen
zynisch geworden
vor ihrer zeit.
doch die Musik ist heute anders,
heute sind wir beide Helden,
die Stimmen greller
die Worte härter
die blicke wilder
Kriegsgeschichten
und offen bleibt
ob dieser Krieg zu Ende ist
und wir nur den Waffenstillstand überwachen -
oder ob das ganze nur ein Heimaturlaub bleibt.
der standardisierten lauten Fröhlichkeit
hingeben,
sitzen wir beide im eck,
trinken mehr als wir sollten,
reden lauter aus wir wollen
lachen mehr als uns gut tut.
erzählen uns alte Geschichten
die wir beide schon kennen,
die worten oft die selben,
nicht weil wir einander kopieren,
sondern weil die selbe Evolution
der überlebenden
die Sätze hervorgebracht hat,
alte Geschichten
die durchaus wiederkommen könnten,
zwei verbrauchte Haudegen
zynisch geworden
vor ihrer zeit.
doch die Musik ist heute anders,
heute sind wir beide Helden,
die Stimmen greller
die Worte härter
die blicke wilder
Kriegsgeschichten
und offen bleibt
ob dieser Krieg zu Ende ist
und wir nur den Waffenstillstand überwachen -
oder ob das ganze nur ein Heimaturlaub bleibt.
Donnerstag, 18. September 2014
wüstenfische
und jahrelang denkst du
dass die wüste ein fluch,
eine strafe ist
und dann kommt der punkt
an dem du die möglichkeit einräumst,
dass die wüste eine alternative ist,
vor allem weil es irgendwann
nur noch die wüste ist,
die du noch hast
und noch später dann
die Wahrscheinlichkeit
dass die wüste
eine Bestimmung
sein kann
nicht weil es sich irgendeiner
überlegt hat,
dich gerufen, gesendet oder bestimmt
hat
sondern weil du einfach gut darin bist
du könntest auch davonlaufen
weg aus dem land das dir wüste geworden ist
zurück in die glitzernden
oberflächlichen städte
aber irgendetwas hält dich zurück
und du hättest dich auch verändern können
hyäne werden
giftschlage, Skorpion, geier
dennoch bist du fisch geblieben
gewöhnt an die langen trockenperioden
heiße tage
kalte nächte
die sich die einsamkeit teilen
immer da in deiner lacke
immer der selbe fleck
so als ob du hier was bewachen
müsstest
(oder auf der lauer liegst)
und von zeit zu zeit
wie ein heftiger Platzregen
kehrt das leben zurück
gewaltig und brutal
und während die anderen davonlaufen
oder überwältigt schauen
bist du bereit
denn du hast darauf gewartet
und egal wann
egal wo
egal wer daherkommt
egal was er sagt
egal was sie dich fragt
du hast ein offenes ohr
und wenn es an dir ist zu reden
bewegst du die lippen
obwohl es nur fischgeprappel sein wird
denn egal wieviel zeit du gehabt hast dir deine worte zu überlegen
bleibt nie genug zeit sie auch zu sprechen
hoffen, dass es irgendeine bedeutung hat
und falls nicht, so ist es auch gut
den Moment genießen
ihn festhalten in der Erinnerung
wüstenchronist
die legenden bewahren
bis der nächste regen
neue
schreibt
dass die wüste ein fluch,
eine strafe ist
und dann kommt der punkt
an dem du die möglichkeit einräumst,
dass die wüste eine alternative ist,
vor allem weil es irgendwann
nur noch die wüste ist,
die du noch hast
und noch später dann
die Wahrscheinlichkeit
dass die wüste
eine Bestimmung
sein kann
nicht weil es sich irgendeiner
überlegt hat,
dich gerufen, gesendet oder bestimmt
hat
sondern weil du einfach gut darin bist
du könntest auch davonlaufen
weg aus dem land das dir wüste geworden ist
zurück in die glitzernden
oberflächlichen städte
aber irgendetwas hält dich zurück
und du hättest dich auch verändern können
hyäne werden
giftschlage, Skorpion, geier
dennoch bist du fisch geblieben
gewöhnt an die langen trockenperioden
heiße tage
kalte nächte
die sich die einsamkeit teilen
immer da in deiner lacke
immer der selbe fleck
so als ob du hier was bewachen
müsstest
(oder auf der lauer liegst)
und von zeit zu zeit
wie ein heftiger Platzregen
kehrt das leben zurück
gewaltig und brutal
und während die anderen davonlaufen
oder überwältigt schauen
bist du bereit
denn du hast darauf gewartet
und egal wann
egal wo
egal wer daherkommt
egal was er sagt
egal was sie dich fragt
du hast ein offenes ohr
und wenn es an dir ist zu reden
bewegst du die lippen
obwohl es nur fischgeprappel sein wird
denn egal wieviel zeit du gehabt hast dir deine worte zu überlegen
bleibt nie genug zeit sie auch zu sprechen
hoffen, dass es irgendeine bedeutung hat
und falls nicht, so ist es auch gut
den Moment genießen
ihn festhalten in der Erinnerung
wüstenchronist
die legenden bewahren
bis der nächste regen
neue
schreibt
Montag, 18. August 2014
blind justice
....und vorm Kindergarten war ein Fliesenleger
der sein Material in die verwaisten Räume schleppte,
und auf seinem Wadel
ein dichtes dunkles wirres Netz aus
tätowierten Strichen,
und erst auf kurze Distanz zeigt sich
das es eine Justitia ist,
die
- mit Sado-Maso-Augenbinde -
dann dennoch stolz
sich windet
auf dieser Haut.
Gerade so,
als ob sich Gerechtigkeit
erst langsam aus dem Netz der Fakten
kristallisieren will,
(oder sie vielleicht
dann doch nur die Schlampe ist,
die dem gehört,
der am besten zahlt)
der sein Material in die verwaisten Räume schleppte,
und auf seinem Wadel
ein dichtes dunkles wirres Netz aus
tätowierten Strichen,
und erst auf kurze Distanz zeigt sich
das es eine Justitia ist,
die
- mit Sado-Maso-Augenbinde -
dann dennoch stolz
sich windet
auf dieser Haut.
Gerade so,
als ob sich Gerechtigkeit
erst langsam aus dem Netz der Fakten
kristallisieren will,
(oder sie vielleicht
dann doch nur die Schlampe ist,
die dem gehört,
der am besten zahlt)
Donnerstag, 14. August 2014
aura (altes fragment)
.....und da stand sie,
klein geschwungen gedrungen
blonde kurze haare
bleiche haut
roter mund
schwarze augen,
eine Erscheinung
die ebenso jedes traditionelle
wie unkonventionelle
schönheitsideal
verhöhnte
und verstrahlte
eine Erotik
die sich nur als
artifiziell
transzendent
bezeichnen
ließ....
...weil auch die engel
hat keine Evolution
hervorgebracht....
klein geschwungen gedrungen
blonde kurze haare
bleiche haut
roter mund
schwarze augen,
eine Erscheinung
die ebenso jedes traditionelle
wie unkonventionelle
schönheitsideal
verhöhnte
und verstrahlte
eine Erotik
die sich nur als
artifiziell
transzendent
bezeichnen
ließ....
...weil auch die engel
hat keine Evolution
hervorgebracht....
Montag, 26. Mai 2014
Mittwoch, 21. Mai 2014
2 much
die beschränktheit unserer
konditionierter konformistischer Gehirne
erkennt man am ehesten
an der brillianz der Gedanken
zu denen wir nur unter starken
alkoholeinfluß
fähig sind
(o.k.
nichts was EUER leben ändern
oder retten wird
aber es reicht den Unzulänglichkeiten meines
mit etwas nachsichtiger
tolerenaz
entgegen zu sehen)
am Heimweg nach der beruflichen
einweihungsparty (auf der du privat warst),
wir sind unter männers
aber die Konversation ist nicht
unterste Schublade sondern
systemübergreifende
philosphie
für fortgeschritten
"wir sollten etwas
machen das lange schon fällig ist"
"ebenfalls"
(techniker vermeiden jegliche
Redundanzen)
3 stunden später
die geocoordinatierung
ausreichen gut um sich rechtzeitig aus dem
bulk auszuklinken
der (obwohl wir tür an tür wohnen)
noch ins Büro muss
warten in der spitellau
und den Bahnsteig entlang
etwas offensiv dralles
das wir
(angeheiterte sind niemals alleine)
aus der nähe sehen wollen
wir kämpfer haben gelernt
dass man auch aus den Augenwinkeln starren kann
und das sich hinter gespiegelten flächen
auch nur Realitäten verbergen
(seitenverkehrt)
was in der gegenständlcihen Situation
aber nur zur der frage führt
welchen Herausforderungen
- den fleischlichen oder den intellektuellen ?-
man sich eher aussetzen
(oder unterwerfen) würde
Ausstiegsstelle
und vor der tür eine Horde
jugendliche auf wientripp
(die volksoper ist gerade aus)
die stehen wie die buchstäblichen ochsen
vor offenen Scheunentoren
und nachdem sich niemand bewegt
ein ebenso beleidigend
wie belustigtes
"Anfänger" in die menge geworfen
bevor man
gelassen
durchbricht
konditionierter konformistischer Gehirne
erkennt man am ehesten
an der brillianz der Gedanken
zu denen wir nur unter starken
alkoholeinfluß
fähig sind
(o.k.
nichts was EUER leben ändern
oder retten wird
aber es reicht den Unzulänglichkeiten meines
mit etwas nachsichtiger
tolerenaz
entgegen zu sehen)
am Heimweg nach der beruflichen
einweihungsparty (auf der du privat warst),
wir sind unter männers
aber die Konversation ist nicht
unterste Schublade sondern
systemübergreifende
philosphie
für fortgeschritten
"wir sollten etwas
machen das lange schon fällig ist"
"ebenfalls"
(techniker vermeiden jegliche
Redundanzen)
3 stunden später
die geocoordinatierung
ausreichen gut um sich rechtzeitig aus dem
bulk auszuklinken
der (obwohl wir tür an tür wohnen)
noch ins Büro muss
warten in der spitellau
und den Bahnsteig entlang
etwas offensiv dralles
das wir
(angeheiterte sind niemals alleine)
aus der nähe sehen wollen
wir kämpfer haben gelernt
dass man auch aus den Augenwinkeln starren kann
und das sich hinter gespiegelten flächen
auch nur Realitäten verbergen
(seitenverkehrt)
was in der gegenständlcihen Situation
aber nur zur der frage führt
welchen Herausforderungen
- den fleischlichen oder den intellektuellen ?-
man sich eher aussetzen
(oder unterwerfen) würde
Ausstiegsstelle
und vor der tür eine Horde
jugendliche auf wientripp
(die volksoper ist gerade aus)
die stehen wie die buchstäblichen ochsen
vor offenen Scheunentoren
und nachdem sich niemand bewegt
ein ebenso beleidigend
wie belustigtes
"Anfänger" in die menge geworfen
bevor man
gelassen
durchbricht
Sonntag, 18. Mai 2014
kill.kenny (wie viel geht an einem tag)
die frage wie weit man in einer nacht kommen kann
wurde hier schon gestellt,
aber
"wie viel (verschiedenes) geht an einem tag?"
befundbesprechung im akh
und obwohl die kontrolluntersuchung schon vor einer Woche war
(das Universum weiß es also längst)
sind wir dennoch gespannt
heute regnet es in schaffeln
was es in all den Episoden
der letzten staffeln
bisher nie so getan hat
und obwohl die schritte alle
so bekannt
und im Vorfeld die Routine
den platz der angst eingenommen
sind die letzten meter
doch immer ein ritt
auf emotionalen Feuerstühlen
und inzwischen weiß ich haargenau
wo die panik und die angst sitzt
wie ein penner
der sich seit tagen nicht gewaschen
und invertierend
(ich lass die angst durch mich hindurchströmen)*
durch sie hindurchtauchen
eintauchen in die eingangsaula des akh
- auf MEINEM tisch im starbucks
sitzen um diese Morgenstunde zwei ranglende Bengel -
schaffe ich es diesmal
bis hinauf in die ambulanz
ohne ein bekanntes gesicht zu sehen
in der warteschlange vor dem schalter
und tatsächlich hinter mir einer der raucht
irgendein seltsames kraut
das mehr dampft als raucht
süßlich aus einem seltsamen spitz
der sich nicht entscheiden kann ob er science fiction
oder steampunk ist
(und mein blick nur unverhohlene Schadenfreude
weil er im rollstuhl sitz
und auf die keifende furie angewiesen ist
die ihn schiebt)
das Gespräch
dann angenehm bald
angenehm kurz
nur gute Neuigkeiten (also wenigsten keine schlechten)
und nur die nächsten schritte planen
und mehr lässt sich dazu nicht sagen
weil Momente wie diese ihre eigene choreografie
ihre eigene verquere Logik
und mikro-emotionale Dramatik haben
die von außen betrachtet
sich jeglicher Analyse weitestgehend
entzieht
dann rüber auf die Radiologie,
wo ein neues gesicht am schalter,
einen neuen Termin ausmachen aber weil der dann erst
im nächsten baktun ist
darf ich mir den sogar selber aussuchen.
und im weggehen einen ungebührlichen zweiten blick riskiert
zu unnötig, zu lange im anbetracht der Tatsache
das meine frau dabei
- angst macht uns immer so entsetzlich flirty -
doch dann den letzten anstand doch wahrend
und den blickkontakt unterbrechen bevor es gewißtheit gibt
ob ihr lächeln belustigt, erfreut oder nur höflich ist.
raus durch die Aula
und wissen das du heute nur gast warst
und vorerst nicht wieder einziehen wirst
zurück im Büro
(ich hab's geschafft den schirm unversehrt über
den windzerstobenen stefansplatz zu bringen)
um dann zwei Systeme zu vernetzen
und auch wenn nur an den allerweitesten endpunkten davon menschen sitzen
fühlt sich das ganze äußert lebendig an
(und spröde widerspenstig wie zwei Teenager die sich gegen eine arrangierte vermählung streuben)
und dann ist es dennoch getan
die Zukunft gehört den symptionten
und ein weiteres Datum an die pinwand geheftet
abends privatisimum im Training
weil die anderen kämpfer die Republik retten müssen
und am ende des tages hab ich diesmal wirklich meine Trainer geschafft
einfach nur dadurch, dass ich mich schlagen ließ
abschluß im Backbone
bei killkenny (oh Gott sie haben kenny getötet**)
und single malt
und während im Hintergrund bono einen song anstimmt
(die Gedanken und assoziationen schleichen oder gehen nicht,
sie fliegen!)
die Erinnerung an einen abend mit meinem vater
Chris de Burgh im fernsehen und fett toasts am teller
...er hat mir nicht nur das kochen beigebracht sondern auch die grundzüge
internationaler politik....
und da kenny auch heute nacht nicht sterben wird:
die Tassen hoch !!!!
_________
*) Frank Herbert: der Wüstenplanten Teil irgendwas
**) South Park
wurde hier schon gestellt,
aber
"wie viel (verschiedenes) geht an einem tag?"
befundbesprechung im akh
und obwohl die kontrolluntersuchung schon vor einer Woche war
(das Universum weiß es also längst)
sind wir dennoch gespannt
heute regnet es in schaffeln
was es in all den Episoden
der letzten staffeln
bisher nie so getan hat
und obwohl die schritte alle
so bekannt
und im Vorfeld die Routine
den platz der angst eingenommen
sind die letzten meter
doch immer ein ritt
auf emotionalen Feuerstühlen
und inzwischen weiß ich haargenau
wo die panik und die angst sitzt
wie ein penner
der sich seit tagen nicht gewaschen
und invertierend
(ich lass die angst durch mich hindurchströmen)*
durch sie hindurchtauchen
eintauchen in die eingangsaula des akh
- auf MEINEM tisch im starbucks
sitzen um diese Morgenstunde zwei ranglende Bengel -
schaffe ich es diesmal
bis hinauf in die ambulanz
ohne ein bekanntes gesicht zu sehen
in der warteschlange vor dem schalter
und tatsächlich hinter mir einer der raucht
irgendein seltsames kraut
das mehr dampft als raucht
süßlich aus einem seltsamen spitz
der sich nicht entscheiden kann ob er science fiction
oder steampunk ist
(und mein blick nur unverhohlene Schadenfreude
weil er im rollstuhl sitz
und auf die keifende furie angewiesen ist
die ihn schiebt)
das Gespräch
dann angenehm bald
angenehm kurz
nur gute Neuigkeiten (also wenigsten keine schlechten)
und nur die nächsten schritte planen
und mehr lässt sich dazu nicht sagen
weil Momente wie diese ihre eigene choreografie
ihre eigene verquere Logik
und mikro-emotionale Dramatik haben
die von außen betrachtet
sich jeglicher Analyse weitestgehend
entzieht
dann rüber auf die Radiologie,
wo ein neues gesicht am schalter,
einen neuen Termin ausmachen aber weil der dann erst
im nächsten baktun ist
darf ich mir den sogar selber aussuchen.
und im weggehen einen ungebührlichen zweiten blick riskiert
zu unnötig, zu lange im anbetracht der Tatsache
das meine frau dabei
- angst macht uns immer so entsetzlich flirty -
doch dann den letzten anstand doch wahrend
und den blickkontakt unterbrechen bevor es gewißtheit gibt
ob ihr lächeln belustigt, erfreut oder nur höflich ist.
raus durch die Aula
und wissen das du heute nur gast warst
und vorerst nicht wieder einziehen wirst
zurück im Büro
(ich hab's geschafft den schirm unversehrt über
den windzerstobenen stefansplatz zu bringen)
um dann zwei Systeme zu vernetzen
und auch wenn nur an den allerweitesten endpunkten davon menschen sitzen
fühlt sich das ganze äußert lebendig an
(und spröde widerspenstig wie zwei Teenager die sich gegen eine arrangierte vermählung streuben)
und dann ist es dennoch getan
die Zukunft gehört den symptionten
und ein weiteres Datum an die pinwand geheftet
abends privatisimum im Training
weil die anderen kämpfer die Republik retten müssen
und am ende des tages hab ich diesmal wirklich meine Trainer geschafft
einfach nur dadurch, dass ich mich schlagen ließ
abschluß im Backbone
bei killkenny (oh Gott sie haben kenny getötet**)
und single malt
und während im Hintergrund bono einen song anstimmt
(die Gedanken und assoziationen schleichen oder gehen nicht,
sie fliegen!)
die Erinnerung an einen abend mit meinem vater
Chris de Burgh im fernsehen und fett toasts am teller
...er hat mir nicht nur das kochen beigebracht sondern auch die grundzüge
internationaler politik....
und da kenny auch heute nacht nicht sterben wird:
die Tassen hoch !!!!
_________
*) Frank Herbert: der Wüstenplanten Teil irgendwas
**) South Park
Sonntag, 11. Mai 2014
party - szenenfragmente (as far as i remember them now)
....und bald an diesem abend: "wird hier heute conchita geschaut?"
und die Interessenten, die noch nicht wissen dass sie Mehrheitspotential haben
(und Sieger stellen werden)
drängen sich in der Nerd-Höhle
wo direkt aus Copenhagen gestreamt wird....
....Drinks aus allen Geschmacksrichtungen
und Farben, überwiegendes Lob für den Mixer,
und ein paar Wagemutige die heute Grenzen verschieben:
"is mit den Drinks wie mit den Bildern, man weiß vorher nie wirklich welche Farben nachher rauskommen"
"und wie schmeckt er?"
"sehr nach burbon und wie sonst noch was superes"
"ich bekomm das gleiche das der Physiker gehabt hat"
"gerührt oder geschüttelt"
und nicht nur der Martini ist heute Bondesk
denn der Titelsong
kommt erst am Schluß
die Wertung beginnt
und hinter den Streams
hinter den Flaschen
steigt ein Fieber
"alle geben Punkte an Ländern,
nur 12 Punkte immer wieder
für Conchita"
"Born in Vienna, Conchita, Europe"
und was hat uns Deutschlang gegeben
(heute holen wir uns Cordoba zurück)
und im zunehmenden Vorsprung
"unabhängig wie man dazu stehen mag,
denke ich es ist an der zeit
ihr
ihm
einen Drink zu widmen"
Endlich haben wir etwas um uns von Australien abzugrenzen
T-Shirts mit "the are no Conchitas in Australia"
Und dann ist es Gewissheit,
die ESC-Fraktion -
der Streams ist verpixelt wie durch Freudentränen -
zieht ins Wohnzimmer
wo der Fernseher aktiviert wird
"Papa das geht sonst schneller"
und einzelne Skeptiker nehmen endlich Haltung an
als ob die Bundeshymne abgespielt wird.
Und irgendwann später
- ja da war wohl wo ein Filmriss -
die Party zusammengeschrumpft auf jene
die hier daheim sind,
und sich die Schuhe von den Füßen kicken
und "jetzt wird's gemütlich"
die After-Show-Party ausrufen.
Hämische Bemerkungen,
die mangelnde Begeisterung
mit Ablehnung verwechseln,
weil sich manche reale Bedeutungen
erst dem nüchternen Geist erschließen
und man im Augenblick
nur den Stil
anerkennen muss.
"Das ist mir doch nicht peinlich,
schau doch mal wer uns in früheren Jahren vertreten hat,
mehr konnte man uns ja gar nicht demütigen"
Und endlich Zeit
Geschenke auszupacken
sich den Überraschungen stellen
die man uns zugedacht hat
und den letzten Drink kippen
schnell runter damit
- etwas mit Veilchensirup
so als ob man sich
mit letzter Willenskraft
einer H**e entzieht.
In der Nerd-Höhle
nur noch den PC runterfahren
und ein kurzer Blick ins Netz
in dem altbekannte
österreichische Heuchelei
fürs erste
Sümpfe überschwemmt
die dennoch nicht trocken gelegt sind.
Gib ihnen einen Sieg
und sie mögen alles.
Aber was immer es ist,
es ist ein Anfang.
und die Interessenten, die noch nicht wissen dass sie Mehrheitspotential haben
(und Sieger stellen werden)
drängen sich in der Nerd-Höhle
wo direkt aus Copenhagen gestreamt wird....
....Drinks aus allen Geschmacksrichtungen
und Farben, überwiegendes Lob für den Mixer,
und ein paar Wagemutige die heute Grenzen verschieben:
"is mit den Drinks wie mit den Bildern, man weiß vorher nie wirklich welche Farben nachher rauskommen"
"und wie schmeckt er?"
"sehr nach burbon und wie sonst noch was superes"
"ich bekomm das gleiche das der Physiker gehabt hat"
"gerührt oder geschüttelt"
und nicht nur der Martini ist heute Bondesk
denn der Titelsong
kommt erst am Schluß
die Wertung beginnt
und hinter den Streams
hinter den Flaschen
steigt ein Fieber
"alle geben Punkte an Ländern,
nur 12 Punkte immer wieder
für Conchita"
"Born in Vienna, Conchita, Europe"
"ist das schlimm?"
"das ist mir sowas von conchita"
und was hat uns Deutschlang gegeben
(heute holen wir uns Cordoba zurück)
und im zunehmenden Vorsprung
"unabhängig wie man dazu stehen mag,
denke ich es ist an der zeit
ihr
ihm
einen Drink zu widmen"
"Tequilla und Amaretto, das passt doch nicht!"
"Ein/Eine Conchita - Kost mal"
"Das ist......guuuut!"
Endlich haben wir etwas um uns von Australien abzugrenzen
T-Shirts mit "the are no Conchitas in Australia"
Und dann ist es Gewissheit,
die ESC-Fraktion -
der Streams ist verpixelt wie durch Freudentränen -
zieht ins Wohnzimmer
wo der Fernseher aktiviert wird
"Papa das geht sonst schneller"
und einzelne Skeptiker nehmen endlich Haltung an
als ob die Bundeshymne abgespielt wird.
Und irgendwann später
- ja da war wohl wo ein Filmriss -
die Party zusammengeschrumpft auf jene
die hier daheim sind,
und sich die Schuhe von den Füßen kicken
und "jetzt wird's gemütlich"
die After-Show-Party ausrufen.
Hämische Bemerkungen,
die mangelnde Begeisterung
mit Ablehnung verwechseln,
weil sich manche reale Bedeutungen
erst dem nüchternen Geist erschließen
und man im Augenblick
nur den Stil
anerkennen muss.
"Das ist mir doch nicht peinlich,
schau doch mal wer uns in früheren Jahren vertreten hat,
mehr konnte man uns ja gar nicht demütigen"
Und endlich Zeit
Geschenke auszupacken
sich den Überraschungen stellen
die man uns zugedacht hat
und den letzten Drink kippen
schnell runter damit
- etwas mit Veilchensirup
so als ob man sich
mit letzter Willenskraft
einer H**e entzieht.
In der Nerd-Höhle
nur noch den PC runterfahren
und ein kurzer Blick ins Netz
in dem altbekannte
österreichische Heuchelei
fürs erste
Sümpfe überschwemmt
die dennoch nicht trocken gelegt sind.
Gib ihnen einen Sieg
und sie mögen alles.
Aber was immer es ist,
es ist ein Anfang.
Montag, 31. März 2014
uhrenkauf (konsumtrottel)
und nach einer Woche
suchen und gustieren -
bell&ross ist mir zu teuer
und fossil zu groß -
endlich die Auswahl eingeschränkt
auf drei modelle und
- sein wir uns doch ehrlich,
es geht doch wirklich nicht
ums zeitablesen -
ist die Entscheidung
eingeengt auf die zentrale frage:
was bin ich?
rennfahra
fluzeugfliega oder
segla?
guess what
suchen und gustieren -
bell&ross ist mir zu teuer
und fossil zu groß -
endlich die Auswahl eingeschränkt
auf drei modelle und
- sein wir uns doch ehrlich,
es geht doch wirklich nicht
ums zeitablesen -
ist die Entscheidung
eingeengt auf die zentrale frage:
was bin ich?
rennfahra
fluzeugfliega oder
segla?
guess what
gute selbstreflexion....
Dienstag, 11. März 2014
wort.klauber
"ich verfolge ihre texte,
aber da gibt's einen den ich nicht verstehe,
können sie mir sagen
was sie damit meinen?"
aber da gibt's einen den ich nicht verstehe,
können sie mir sagen
was sie damit meinen?"
"sie müssen sich von dem Gedanken trennen,
das jedes geschrieben.gesprochene wort
die Meinung des Autors,
wiederzugeben versucht.
versuchen sie texte
doch mal als etwas zu sehen
was man am strand findet
es fühlt sich irgendwie interessant an
man hebt es auf
fragt sich was das ist
zeigt es rum
irgendjemanden
irgendwann
wird es ja dann wohl mal geben
der damit
was anzufangen weiß"
Montag, 13. Januar 2014
vor den geschirrspüler (dialog - familienkomödie)
M: "also ich sag euch was, wenn man zwei löffel ins selbe fach steckt werden sie nicht sauber"
V: "Kommt drauf an wie man sie reinsteckt!"
M: "also wenn man sie löffelt, bleiben sie schmutzig!"
V: "also löffeln ist schmutzig? aber arschlings müsste es doch funktionieren!"
S: "ist arschlings ein deutsches Wort?"
V: "bin ich deutscher?"
S: "aber wenn's "arschlings" gibt, muss es auch "arsch-rechts" geben!"
V: "Kommt drauf an wie man sie reinsteckt!"
M: "also wenn man sie löffelt, bleiben sie schmutzig!"
V: "also löffeln ist schmutzig? aber arschlings müsste es doch funktionieren!"
S: "ist arschlings ein deutsches Wort?"
V: "bin ich deutscher?"
S: "aber wenn's "arschlings" gibt, muss es auch "arsch-rechts" geben!"
Montag, 11. November 2013
Ungarische Nationalphilharmonie
.....und der erste Geiger,
mit langen Zopf.
den Pferdeschwanz gleich
Anführer dieser Steppenreiter....
...und beim Einstimmen,
das langsam zarte hochziehen
der Geigenbögen,
wie eine Rotte Krieger
die ihre Schwerter bedächtig
in die Sonne strecken,
bevor sie den Sturm entfesseln.....
....und der Pianist,
der diesen Tschaikowsky gewaltsam
und mit Kraft in die Tasten hämmert,
mit der Unruhe und der Ungenauigkeit
eines schlagenden Herzens
und einer Wildheit
wie um zu zeigen,
dass je wilder du es reitest,
desto wilder es auch dich reitet,
und dass das hier keine Aufzugsmusik,
kein Werbesport für eine Versicherung ist...
....und das Orchester
in geschlossener Harmonie
und trotz des Orkans in eigener
Gleichförmigkeit und Ruhe
so wie sich dieser Wind
die Puszta die letzten 1000 Jahre
zurechtgeschliffen hat und ihr die Kanten genommen...
...und auch noch Stille
lange nachdem der letzte Akkord des Klaviers verklungen,
weil der Pianist den Applaus zurückhält,
Bluthunde die nicht zu Atmen wagen...
...und dann schlägt dein Herz wieder,
und eine graublonde Cellistin
in der zweiten Reihe weint.
mit langen Zopf.
den Pferdeschwanz gleich
Anführer dieser Steppenreiter....
...und beim Einstimmen,
das langsam zarte hochziehen
der Geigenbögen,
wie eine Rotte Krieger
die ihre Schwerter bedächtig
in die Sonne strecken,
bevor sie den Sturm entfesseln.....
....und der Pianist,
der diesen Tschaikowsky gewaltsam
und mit Kraft in die Tasten hämmert,
mit der Unruhe und der Ungenauigkeit
eines schlagenden Herzens
und einer Wildheit
wie um zu zeigen,
dass je wilder du es reitest,
desto wilder es auch dich reitet,
und dass das hier keine Aufzugsmusik,
kein Werbesport für eine Versicherung ist...
....und das Orchester
in geschlossener Harmonie
und trotz des Orkans in eigener
Gleichförmigkeit und Ruhe
so wie sich dieser Wind
die Puszta die letzten 1000 Jahre
zurechtgeschliffen hat und ihr die Kanten genommen...
...und auch noch Stille
lange nachdem der letzte Akkord des Klaviers verklungen,
weil der Pianist den Applaus zurückhält,
Bluthunde die nicht zu Atmen wagen...
...und dann schlägt dein Herz wieder,
und eine graublonde Cellistin
in der zweiten Reihe weint.
Sonntag, 1. September 2013
Mittwoch, 31. Juli 2013
(tiefflug)
ich kam aus dem halbschlaf
strandgeräusche wie aus weiter ferne
ein sonnestrahl der am ohr brennt
sie kamen tief rein
weit unter dem horizont
enge formation zu dritt
quasi auf augenhöhe
der linke flügelmann
zog hart nach rechts
der rechte etwas nach oben
der mittler voll drauf
ich spürte den luftzug
auf meinen ausgestreckten
aber eingeschlafenen arm
als ich mich erschrocken
und plötzlich wach
(bis auf dem arm eben)
herumwarf
augen in sicherheit bringen
und überlegen welche
aufprallgeschwindigkeit
malteser spatzen brauchen
um meine persols
zu durchschlagen
aufgeregtes tschirpen
und sie weichen aus
es ist immer ein schock
wenn sich plötzlich der
hintergrund bewegt.
strandgeräusche wie aus weiter ferne
ein sonnestrahl der am ohr brennt
sie kamen tief rein
weit unter dem horizont
enge formation zu dritt
quasi auf augenhöhe
der linke flügelmann
zog hart nach rechts
der rechte etwas nach oben
der mittler voll drauf
ich spürte den luftzug
auf meinen ausgestreckten
aber eingeschlafenen arm
als ich mich erschrocken
und plötzlich wach
(bis auf dem arm eben)
herumwarf
augen in sicherheit bringen
und überlegen welche
aufprallgeschwindigkeit
malteser spatzen brauchen
um meine persols
zu durchschlagen
aufgeregtes tschirpen
und sie weichen aus
es ist immer ein schock
wenn sich plötzlich der
hintergrund bewegt.
(weckruf)
und dann war da diese türkische mutter
die ganz stolz sagte,
das ihr sohn "Cem" hies.
"ja" sagte ich,
ich hatte cem - den fremdenfüher,
vorieges jahr in istanbul kennen gelernt.
aber in ermangelung der gemeinsamen sprache
nur ein anerkennendes kopf nicken.
"Cem!"
"Ja" sagte ich wieder heftiges kopfnicken.
"Cem!"
Ihre stimme war jetzt etwas schriller, höher.
Wiederholtes nicken.
"Cem! Cem!"
Schriller , schneller, wartete nicht mehr meine Reaktion ab.
"Cem! Cem! Cem! Cem!"
Der Rhytmus eines motors der nicht anstarten will,
die Tönhohe einer Trillerpfeife.
Dann wurde es mir zu blöd
und öffnete die Augen:
der Balkon voller Spatzen
und die Sonne schrillte in meinen Augen
genauso wie ihre Schreie in meinem Kopf.
Tür zu
und weiterschlafen.
die ganz stolz sagte,
das ihr sohn "Cem" hies.
"ja" sagte ich,
ich hatte cem - den fremdenfüher,
vorieges jahr in istanbul kennen gelernt.
aber in ermangelung der gemeinsamen sprache
nur ein anerkennendes kopf nicken.
"Cem!"
"Ja" sagte ich wieder heftiges kopfnicken.
"Cem!"
Ihre stimme war jetzt etwas schriller, höher.
Wiederholtes nicken.
"Cem! Cem!"
Schriller , schneller, wartete nicht mehr meine Reaktion ab.
"Cem! Cem! Cem! Cem!"
Der Rhytmus eines motors der nicht anstarten will,
die Tönhohe einer Trillerpfeife.
Dann wurde es mir zu blöd
und öffnete die Augen:
der Balkon voller Spatzen
und die Sonne schrillte in meinen Augen
genauso wie ihre Schreie in meinem Kopf.
Tür zu
und weiterschlafen.
männer wie uns (warum wir überall spaß haben)
weil....
welches stück feste materie
auf wasser treibend
auf den unseren fuß wir setzen
wär nicht Titanic, lusitania oder die arizona
und welcher meerumflutete
sandboden in den wir unsere
füße setzen
wäre nicht Omaha
und welcher felsen
an den wir uns
aus dem meer auftauchend klammern
ist gibraltar
weil wir immer ein wolfspack sind
auch wenn wir alleine schwimmen
und der ort an dem unsere handtücher liegen
ist nicht nur ein platz
sondern unser strandabschnitt
so auch heute der strand unter meinen füßen
am körper nichts außer meines badebuxe
und sonnecreme mit außreichend
lichtschutzfaktor
aber unzulänglicher verteilung
anfangs gemächlich über den strand
wind vom meer
und sonne vom himmel
und weit vor mir ein paar felsen
(und alle drei werden dir heute noch lektionen erteilen)
die gedanken noch gemächlich sinierend
noch nicht erhitzt getrieben
ein mann am vormarsch
deswegen sind es immer die männer
die erobern undentdecken
nicht weil sie von ihrer physiologie
her besser geeignet
sondern weil es ihre fehleinschätzungen sind
die - sofern sie diese überleben -
sie über die bekannten grenzen treiben
gedankenfehler
wie "soweit ich sehen kann, kann ich auch gehen"
oder "soweit ich gehen kann, kann ich auch zurück gehen"
oder "was ich einmal gemacht hab, kann ich nochmal machen"
oder "es ist gleich hinter der biegung"
über den strand
unzählige sandburgen
und ihre erbauer
an anderen tagen wäre ich hier stehen geblieben
hätte kritisch beäugt und später
streng.verärgert wie caesar gefragt
"wer hat das gebaut"
und dann, wenn sich kleinlaut unterwürfig
der architekt gemeldet
ein knappes
"du wirst meine nordgrenze befestigen"
doch nicht so heute
heute bin ich saint germain
der unsterbliche
und schreite leicht amüsiert über den sand
und die burgen ziehen am rand meines blickfeldes vorbei
wie die jahrhunderte
am hügel oben
tief unter mir
ein strand
der vor 10 minuten noch
als er eine ungesehene idee hinter dem hügel war
sowas wie ein ziel gewesen ist
ist jetzt, da ich oben stehe
und den nächsten hügel sehe
nur mehr ein durchzugsgebiet
(epilog:
zwei hügel später
zwei buchten später
die zeit unparametriert
der rand der sonnencreme auch noch wochen später
unregelmäßig wie eine küstenlinie.
der strandzugang/mein fluchtweg
ein halsbrecherischer steilpfad
unbewachsen und rutschig wie der aschekegel
eines vulkans
zwei
die bedächtige ihre schritte
in den gescharrten stufen nach unten setzen
und grad mal wenig dutzend meter schaffen
während ich
- kahler roter dämon aus dem schmelztiegel -
hunderte meter nach oben husche.
aufwärts ist immer leichter)
Samstag, 13. Juli 2013
mos eisley (der wüstenplanet)
es ist natürlich nicht die dunkelheit
gegen die malta kämpft
sondern die Trockenheit
für uns - die wir in virtuellen welten mehr gereist als in realen
ist ganz malta wie mos eisley
die heiße stadt,
der raumhafen auf tattoine,
der wüstenplanet im star.wars.universum
ein ewiges kommen und gehen
buslinien, airport, jachthafen
alles eher klein und eng
und alle menschen nie dort wo sie sein sollen/wollen
sondern immer am weg zu wo-anders hin.
die bewohner
noch immer der geist der alten johanniter
hilfsbereit
und wie letzten ihrer art
sind die busfahrer
die zwar ein selbstverständnis haben
wie alte airportkapitäne
aber dann doch auch wie die alten ritter
engagiert
aber oft nicht dort wo sie sein sollten
die häuser in seltsam
uniformer art
die ziegeln aus dem globingerkalk
geschnitten
in gelber unverputzer form
und leicht gerötet in den dämmerstunden
egal wo du landest
es ist das gleiche bild
das gleiche bauwerk
eng gedrungene gebäude
gleich ob es palast
oder vogelfängerkascheme
die erosionskraft in malta ist der wind
und der hat andere wirkungsvektoren als das wasser
stein wird hier nicht weggewaschen
sondern ausgeblasen
der wind treibt seltsame formen in die vertikale
einerlei ob fels oder bauwerk
und schleift die küsten wie die kathedralen
zu bizarr obszön gebilden
weht ihnen die das fleisch von den knochen
und lässt nur adern und gekröse zurück.
gegen die malta kämpft
sondern die Trockenheit
für uns - die wir in virtuellen welten mehr gereist als in realen
ist ganz malta wie mos eisley
die heiße stadt,
der raumhafen auf tattoine,
der wüstenplanet im star.wars.universum
ein ewiges kommen und gehen
buslinien, airport, jachthafen
alles eher klein und eng
und alle menschen nie dort wo sie sein sollen/wollen
sondern immer am weg zu wo-anders hin.
die bewohner
noch immer der geist der alten johanniter
hilfsbereit
und wie letzten ihrer art
sind die busfahrer
die zwar ein selbstverständnis haben
wie alte airportkapitäne
aber dann doch auch wie die alten ritter
engagiert
aber oft nicht dort wo sie sein sollten
die häuser in seltsam
uniformer art
die ziegeln aus dem globingerkalk
geschnitten
in gelber unverputzer form
und leicht gerötet in den dämmerstunden
egal wo du landest
es ist das gleiche bild
das gleiche bauwerk
eng gedrungene gebäude
gleich ob es palast
oder vogelfängerkascheme
die erosionskraft in malta ist der wind
und der hat andere wirkungsvektoren als das wasser
stein wird hier nicht weggewaschen
sondern ausgeblasen
der wind treibt seltsame formen in die vertikale
einerlei ob fels oder bauwerk
und schleift die küsten wie die kathedralen
zu bizarr obszön gebilden
weht ihnen die das fleisch von den knochen
und lässt nur adern und gekröse zurück.
landeanflug
von oben betrachtet
gewinnt man den eindruck
dass malta einen permanenten kampf
gegen die dunkelheit führt
im landeanflug schon tief über der
nächtlichen insel
und die muster der lichter anders als gewohnt
zwar dicht in den zentren
und auslaufend wie eine eisblume
(oder wie ein krebsgeschwür)
aber draußen
weg vom zentrum
dort wo in anderen fällen
nur die dunkelheit
oder andere eisblumenzentren
(metastasen)
in diesen fällen lichtquellen
helle inseln in der dunkelheit
die einzelne kompositionen beleuchten
eine hauseinfahrt,
eine wegkreuzung,
ein straßenschild,
einen brunnen,
ein heiligenfigur im vorgarten.
und unten
aus dem flughafentaxi
das gleiche bild
lichtkompositionen
die aus der schwärze auftauchen
einfach aber schön
lichtkompositionen
die vorbeiziehen wie
eine erinnerung
eine vision
ein traum.
Abonnieren
Posts (Atom)
